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DER
HIMMEL IST kein Ort; Himmel ist ein Bewusstseinszustand, den ich auf
dieser Dimension Erde entfalte. Auch das Paradies genannt, wo Adam und
Eva -- die Symbole der ersten menschlichen Wesen -- ihre originale
Reinheit und Integrität lebten. Ihr ursprünglicher Zustand war in der
Bibel als "verloren" beschrieben, wegen der Versuchung, der sie nicht
widerstehen konnten. Das Konzept des Verlustes meiner Göttlichkeit, das
diese symbolische Geschichte beschreibt, führt mich zu meiner
Wirklichkeit, die rein ist, zurück; sie sagt, dass ich Gott bin. Dies
ist die Wirklichkeit aller lebenden Wesen und leblosen Dingen.
Der Flug zum Himmel ist meine Gedankenlinie zu meinem
inneren Selbst. Es erwartet von mir, dass ich zu der unveränderlichen
Wahrheit, die in mir ruht, erwache.
An einem schönen sonnigen Nachmittag im Januar, hier in
der Hochwüste Kaliforniens, trete ich aus dem Haus, um auf meinen
Meditationsweg zu gehen. Ich freue mich auf meine tägliche
Introspektionszeit, denn ich bin gerne alleine in der Natur. Die
umgebenden Berge und Täler, die mächtigen Felsblöcke, die alten Eichen,
sie alle flüstern mir ihre Herrlichkeit zu. Dies ist meine spezielle
Zeit, in der ich mich selbst bin und Spass habe.
Vor der Haustüre wartet lang ausgestreckt, Rex, Dr
Beierle’s vierjähriger, so ganz spezieller Golden Retriever Hund. Rex
gibt vor zu schlafen und mich nicht zu bemerken. Dies ist eine gute
Gelegenheit unbemerkt an ihm vorbeizuschleichen -- so denke ich.
Die Sonne muntert mich mit ihren aussergewöhnlichen
warmen Strahlen, so richtig zum Wandern auf, während ein paar
puffig-weisse Wolken meine innere Begeisterung widerspiegeln. Frohen
Herzens singe ich meine Affirmationen und wandere voll bewusst meinen
Weg. Die Luft ist rein und frisch, und ich geniesse diese magische
Stille.
Plötzlich wache ich aus der Verzauberung meines
himmlischen Fluges auf, als ein stürmischer Teddy Bär -- Rex, der Golden
Retriever, mit ungezähmter Begeisterung an mir vorbeisaust. Seine
Energie ist unbändig, wie er vital seine Freiheit auf diesem riesigen
Ge-lände geniesst. Unermüdlich erforscht er sein Spielgebiet, schnüffelt
an jedem Busch, Baum oder Fels, und markiert sie mit seinen speziellen
Vibrationen von Frohsinn.
Während er seine Gegend intensive untersucht,
entscheidet er sich für nichts weniger als einen riesenlangen Ast. Schon
bald zerrt und zieht er an seinem faszinierendem Spielzeug, wirft es in
die Luft und hat den grössten Spass. Für einen Augenblick ist dann
wieder nichts von Rex zu sehen. Doch dann höre ich das laute Geräusch
von wildem Graben und Kratzen, Rexes neuestes und nun einziges Interesse.
Als ich an seinem "Arbeitsplatz" vorbeikomme, gibt er wiedermal vor,
mich nicht zu sehen. Ich setze meinen Weg singend fort und konzentriere
mich auf meine Affirmationen.
Es dauert nicht lange, und schon kommt mein fröhlicher
Teddy Bär wieder angesaust; im rasendem Tempo überholt er mich und
braust davon als jage er eine interessante Beute.
Unerwartet, als folge er einem innerem Befehl, hält er
an und plaziert sich genau in die Mitte meines Weges. Mit verschmitzten
Augen beobachtet er wie ich näher komme, da er schon wieder etwas Neues
im Sinn hat. Voller Freude klopft er seinen buschigen Schwanz auf den
Boden, während seine dunklen, braunen Augen um eine Umarmung
bitten--seine gewohnte Umarmung, die er gewöhnlich grosszügig mit seinem
Herrchen teilt. Voller Erwartung hebt er seinen Kopf, sodass ich sein
kuschliges Fell zärtlich streicheln kann. Sein liebevolles Äusseres
spricht die Sprache der Stille -- die Sprache von bedingungsloser Liebe.
Was für ein spezieller Hund, was für ein grossartiges Wesen, was für ein
toller Lehrer, ein idealer Spiegel meines glücklichen göttlichem Selbst
-- das sich lieb hat und sich gerne mag, genauso wie ich es tue.
Obwohl es so aussieht, als sei ich von meinem
himmlischen Flug abgelenkt worden -- Rex zu beobachten brachte mich in
das Gewahrsein von bedingungsloser Liebe. Ich bin tief in Rex’s magische
Energie gezogen, und ich bin dankbar, was für einen neckischen Liebhaber
ich in ihm erschaffe. Er ist ein ganz besonderer Hund, der wahre Liebe
definiert. Ein jeder auf Erden geniesst indirekt Rex als ein Kamerad und
Spielge- fährte -- als ein Kopilot auf seinem himmlischen Flug. Der
Himmel ist genau im Hier und im Jetzt--es bedeutet, dass ich mein Leben
in meinem reinen Bewusstsein lebe. Meine Introspektion ist nun reicher
und bedeutungsvoller
-- vollkommener als ich mir je erträumte.
- Dr Ellen Jermini |